Grappa
Aus dem Trester der fruchtigen Barberatraube wird mit allerhöchster Sorgfalt der Grappa Barbera di Casa Buffetto destilliert. Das alte Rebgut des Barbera gibt dem Grappa der Domaine eine unvergleichliche Tiefe und Reichtum. Ein Barrique-Ausbau ist geplant, befindet sich aber noch nicht im Sortiment. Der Grappa von Casa Buffetto besitzt 42%vol und wird in 500ml Flaschen angeboten. Unser Weintrester wird in der bekannten Destilleria Santa Theresa in Musoto d'Alba destilliert.

Grappa ist ein Destillat aus frischem Weintrester, also aus allem, was in der Kelter nach dem Pressen der Weintrauben übrig bleibt, wie z.B. Stengel, Kerne, Schalen. Er war ursprünglich ein Schnaps, den die Weinbauern zum Eigengebrauch hergestellten. Grappa ist normalerweise kristallklar und enthält etwa 40%vol Alkohol. Grappa wird aber auch im Barriqueausbau hergestellt, wobei er dann die entsprechenden Gelb- bis Brauntöne annimmt.

Die Wurzeln des Grappa reichen weit in die Vergangenheit zurück. Wie weit, lässt schon die Bezeichnung "Grappa" ahnen: Der Wortstamm dürfte aus dem mittelalterlichen Latein stammen, von "rapus" für Traube. Im Umgangslatein der norditalienischen Regionen war von "raspon" die Rede, von "rapo", "grapo", "rappe" oder auch "graspa", eine alte Bezeichnung für Trester, die manche Erzeuger bis heute beibehalten haben. Über den Ursprung des Grappa gibt es verschiedenste, teils widersprüchliche Theorien: Anfang des 5. Jahrhunderts sollen Burgunder die Kunst der Destillation mit nach Friaul gebracht haben, sagen die einen - andere Historiker wiederum sind der Auffassung, die Friulaner hätten schon zuvor etwas vom Brennen verstanden. Wieder andere datieren die Anfänge auf das 9. Jahrhundert, als Sizilien von den Arabern besetzt war - eine Verbindung, die möglicherweise gar nicht so weit hergeholt ist, schliesslich haben die Araber die Technik der Destillation erfunden und nach Europa gebracht. So stammt z.B. das Wort Alkohol vom arabischen "Al Khôl" ab.

La Grappa ist die italienische Schwester des französischen Marc und des Tresterbrands des deutschsprachigen Raums. Der Grappa ist jedoch, bei aller Verwandtschaft, von einem ganz eigenem Charakter. Schon der Name ist exklusiv: "Grappa" darf sich nur ein in Italien destillierter Tresterbrand nennen. Ein historisches Recht, das von der Europäischen Union anerkannt wurde.

Gelingt der Brand des Grappa, findet man eine Geschmacksfülle, die vom reineren und weicheren Aquavite (kein Tresterbrand sondern Brand des Traubenmostes) nie erreicht wird. Dieser Reichtum an Aromastoffen soll zudem durch die gesetzliche Beschränkung des maximalen Alkoholgehaltes erhalten werden: je niedriger die Alkoholgradation bei Abschluss der Brennphase, desto intensiver und komplexer das Destillat. Grappa aus Weisswein-Traubensorten schmeckt im allgemeinen fein und feurig, während jener aus Rotwein-Traubensorten kräftiger und tiefer im Geschmack ist.

Aktuell: Grappa Barbera de Casa Buffetto
Preis: 22 euro
500ml / 42%vol
 
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